題名
- 女郎と客人 (vom Bearbeiter vergebener Titel)
- 西川筆の海 (deskriptiver Titel)
Collection
Production
- 作者: 無名, kamigata 上方, 1. Hälfte 18. Jahrhundert
- デザイン: 西川祐信, um 1720
- Schule: 京都派
時代 | 王朝 | 様式
主題
材料 | 手法
Measurements
- 縦幅: 26.3 センチ
- 横幅: 36.6 センチ
作品番号
- KI 10804
Acquisition
- donation , 1948
Department
- アジアコレクション
Inscriptions
- signature:
Description
-
In den gezeigten Blättern dieses sehr seltenen Albums gibt es keine expliziten Darstellungen. Sukenobu begnügt sich mit Anspielungen, zeigt die Schönheiten auch in ihrer "Freizeit".
Haben die meisten shunga einen männlichen Blick, so gibt es in diesem Album durchaus auch weibliche Sichtweisen. Im Begleittext etwa kommt ein Freudenmädchen zu Wort:
"Leute überschätzen das Vergnügen mit einem Mann zusammen zu sein. Du liegst da, zählst die Sprünge in der Zimmerdecke... deine Gedanken wandern hin und her. Du versuchst einfach nicht daran zu denken. Auch den professionellen Freudenmädchen wird manchmal schlecht."
"People overrate the pleasure of meeting up with a man. You're there, counting the cracks in the ceiling... your mind wanders. You try not to feel it (makoto no ki no ugokanu yō ni to 眞の気のうごかぬやうにと). Even the professionals get sick of it sometimes."
Hier ein Blatt aus einem Album. Eine Frau und ein Mädchen unterhalten einen Mann mit Musik und bewirten ihn mit Sake und Leckereien. Bemerkenswert ist, dass nur eine einzige Sakeschale verwendet wird. Bei einer japanischen Hochzeit trinkt das Brautpaar drei Mal aus einer Sakeschale. In den Vergnügungsvierteln wurde vor dem Geschlechtsverkehr eine sogenannte "Zeit- oder Stundenehe" geschlossen, wozu man nur ein Mal aus einer gemeinsamen Sakeschale trank.
Eine Kurtisane hat neben sich eine shamisen 三味線 (dreisaitiges Zupf-/Schlaginstrument) und ein Plektron (bachi) liegen.
Vor dem Gast eine Art Teller mit hohem Fuß, auf dem die Sakeschale (sakazuki) serviert wird. Stilistisch ähnliches Blatt bei Lane mit der Datierung 1711 (vgl. Lit.: Lane).
Last update
- 02.04.2025