Collection
Production
- Auftraggeber: J. & L. Lobmeyr, ウイーン, vor 1925
- デザイン: Otto Erich Wagner, ウイーン
- Manufaktur: Böhmische Manufaktur, Böhmen, vor 1925
材料 | 手法
Measurements
- 横幅: 8.3 cm
- Tiefe: 11.6 cm
- 縦幅: 11 cm
- Gewicht: 1571 g
作品番号
- GL 2426-2
Acquisition
- purchase , 1925
Department
- Glass and Ceramics Collection
Associated Objects
Inscriptions
- 作品に記載されている文章 (reverse side) : 289
Description
-
Um 1920 entwickelte Franz Čižek, Lehrer für ornamentale Formenlehre an der Wiener Kunstgewerbeschule, eine abstrakte Formensprache in der Auseinandersetzung mit den international aktuellen Strömungen des Kubismus und Futurismus: den sogenannten „Wiener Kinetismus“. Es war die erste Kunstrichtung Österreichs mit radikal-abstrakten Ansätzen. Diesem für die Wiener Moderne spezifischen Stil wurde auch im Glas Form gegeben. Franz Čižeks Assistent und Schüler Otto Erich Wagner fertigte das Modell für eine Kubistische Säule an. Die Umsetzung in Glas erfolgte durch die Wiener Glasverleger J. & L. Lobmeyr. In deren Auftrag setzte ein böhmischer Glasschleifer die Säule in Kristallglas um.
Durch das transparente Medium Glas erhielt der Kinetismus, der das Dargestellte in Bewegungsabfolgen beziehungsweise in rhythmische Elemente zu zerlegen suchte, eine weitere Dimension. Stefan Rath, Inhaber der Firma J. & L. Lobmeyr und eng mit den Professoren der Wiener Kunstgewerbeschule als Entwerfern für Glaswaren verbunden, erkannte die Qualität des neuen Glaskunstwerks und integrierte die Kubistische Säule in die Planung eines spezifischen Ausstellungsraums in der Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes 1925. Die Ausstellung in Paris forderte Objekte in einem „neuen Stil“, was die Geburtsstunde des Art Déco markierte.
Lobmeyr präsentierte im österreichischen Pavillon – entworfen von Josef Hoffmann – Glaswaren, die durch ihre extreme Feinheit und Formschönheit und nicht durch üppigen Dekor bestachen. In dem von Oskar Strnad gestalteten Ausstellungsraum stach die Kubistische Säule als zweckfreies Kunstobjekt heraus, wurde von der Kritik gelobt und für das heutige MAK angekauft. Für die Präsentation verlieh man der österreichischen Kunstglasfirma 1925 den Grand Prix.
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Last update
- 21.05.2026