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Titel
- Prunkkassette
Sammlung
Entstehung
- Entwurf: Koloman Moser
- AusfĂĽhrung: Eugen Pflaumer, Wien, 1906
- AusfĂĽhrung: Therese Trethan, Wien, 1906
- AusfĂĽhrung: Adolf Erbrich, Wien, 1906
- AusfĂĽhrung: Karl Ponocny, Wien, 1906
- Manufaktur: Wiener Werkstätte, Wien, 1906
Epoche | Dynastie | Stil
Material | Technik
MaĂźangaben
- Höhe: 23.6 cm
- Breite: 42.2 cm
- Tiefe: 24.4 cm
Inventarnummer
- GO 1397
Provenienz
- Ankauf , 1908
Abteilung
- Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv
Assoziierte Objekte
- Entwurf, Entwurf zu einer Kassette
- Entwurf, Vergrößerte Werkzeichnung von Josef Hossfeld nach einem Ornamententwurf von Koloman Moser für eine Kassette
- Fotografie, "Kassette"
- Fotografie, "Kassette"
- Fotografie, Vitrine, Ausstellungsraum, Wiener Werkstätte, Firmensitz, Wien VII, Neustiftgasse 32-34
Signatur | Marke
- Punze: Beschauzeichen, WW-Monogramm, Rosenmarke, 'KM', 'AE', 'KP'
Beschreibung
- Kassette in rechteckiger Form, RĂĽckwand und einspringende Standplatte mit getriebener und mit Schmucksteinen besetzter Blattranke verziert, an der Vorderwand der Kassette zwei Emailbilder mit stehenden JĂĽnglingen. AusfĂĽhrung: Therese Trethahn (Emailarbeiten), Josef Hossfeld (Meister, Silberarbeiten), Alfred Mayer (Silberarbeiten), Eugen Pflaumer (Meister, Goldschmiedearbeiten), Karl Ponocny (Goldschmiedearbeiten).
- Diese prunkvolle Kassette gehört zu den ersten Objekten, die das Museum von der Wiener Werkstätte erworben hat. Das Archivmaterial dazu liefert jedoch keinerlei Hinweise zu ihrem eigentlichen Zweck. Die undekorierte Rückseite lässt auf einen fixen Aufstellungsort schließen, vermutlich gegen eine Wand oder vor ein spezielles Möbel gerückt. Im Innenraum des Kästchens befinden sich drei tassenartige Fächer mit unterschiedlicher Gliederung, wobei die beiden obersten Laden herausgehoben werden können. Die konvexen, vollkommen glatt polierten Silberflächen an der Schauseite werden von einem überreich dekorierten Rand und durch Emailtafeln mit figürlichen Darstellungen, die an Vorbilder aus der italienischen Renaissance erinnern, begrenzt. Zusätzlich sind die glatten Silberflächen noch von einer schmalen, rautenförmigen, aus Kreissegmenten gebildeten Zierleiste eingefasst. Anregungen zu dem aufgebogenen Rand hat Koloman Moser sicherlich durch die Möbelentwürfe von Charles Rennie Mackintosh erhalten. (Elisabeth Schmuttermeier, 2013)
Letzte Aktualisierung
- 17.02.2026