Titel
- Muster mit Gegenständen (kibutsu monyō 器物文様), Flächenmuster (waritsuke monyō 割付文様), Pflanzenmuster (shokubutsu monyō 植物文様): Rahmen mit sayagata 紗綾形-, kikkō tsunagi 亀甲繋ぎ (verbundenen Hexagone/Schildkrötenpanzern) und Blumen-Motiven
Entstehung
- Ausführung: Anonym, Mie, 19. Jahrhundert
Epoche | Dynastie | Stil
Material | Technik
Maßangaben
- Höhe: 25.2 cm
- Breite: 41.5 cm
- 1 Muster - Höhe: 14.2 cm
- 1 Muster - Breite: 34.7 cm
Inventarnummer
- OR 3925-2803
Provenienz
- Übernahme , 1907
Abteilung
- Asien
Beschreibung
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Untergrund gefärbt (jizomari 地染). Rahmen auch mit: seigaiha 青海波 (blauen Meereswellen), Paulownie und Chrysanthemen. Passermarken (hoshi 星).
Sayagata 紗綾形: Muster aus ineinandergreifenden Swastika (manji 万字/卍).
Kikkō tsunagi 亀甲繋ぎ (verbundene Schildkrötenpanzer/Hexagone): ein geometrisches Muster aus Hexagonen, das bereits in sassanidischer Kunst zu finden ist und über China und Korea während der Nara-Zeit (710-794) nach Japan gelangt sein soll. Da das Muster dem Schild des Schildkrötenpanzers ähnelt, wird es kikkō 亀甲 genannt. Gilt als glückverheißendes Muster (kisshō monyō 吉祥文様) und seit der Heian-Zeit (794-1185, auch 794-1192) auch als ‚höfisches Muster‘ (yūsoku monyō 有職文様).
Seigaiha 青海波 („blaue Meereswellen“): ein Muster, das in vielen Regionen der Welt zu finden ist. In Japan findet man es auf Haniwa-Gewändern aus der Kofun-Zeit (ca. 300-538), doch erst seit der Kamakura-Zeit (1185-1333) wird es mit dem Wasser in Zusammenhang gebracht (z.B. auf Koseto-Krügen). Die Bezeichnung seigaiha 青海波 soll auf den Titel eines Gagaku-Tanzes zurückgehen.
Das Motiv Paulownie (kiri 桐) symbolisiert Reinheit, Glück und Wohlstand. Weil es in einer chinesischen Legende angeblich heißt, dass sich der Phönix nur auf einer Paulownie niederlässt, steht sie auch als Symbol für hohen Status und wurde als ‚privates‘ Wappen der kaiserlichen Familie verwendet. Nach der Meiji-Restauration wurde die Paulownie als „5-7 Paulownia“ (go-shichi (no) kiri 五七桐) zum Emblem der japanischen Regierung. Die Chrysantheme (kiku 菊) symbolisiert Langlebigkeit, was auf eine chinesische Legende zurückgeht. Der Gelbe Fluss entsprang einst an einer Chrysanthemen-Wiese und ein Dorfbewohner, der aus der Quelle trank, erlangte ein langes Leben. In Japan taucht das Motiv erst im Kokin-wakashū 古今和歌集 (Anfang 10. Jhdt.) auf, während das Man’yōshū 万葉集 aus dem 8. Jahrhundert zwar 157 Pflanzenarten nennt, aber kein einziges Gedicht über Chrysanthemen enthält. Man nimmt daher an, dass die Blume in Japan erst Ende des 8. oder Anfang des 9. Jahrhunderts aus China eingeführt wurde.
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Färbeschablone (Katagami 型紙), Muster mit Gegenständen (kibutsu monyō 器物文様), Flächenmuster (waritsuke monyō 割付文様), Pflanzenmuster (shokubutsu monyō 植物文様): Rahmen mit sayagata 紗綾形-, kikkō tsunagi 亀甲繋ぎ (verbundenen Hexagone/Schildkrötenpanzern) und Blumen-Motiven, Anonym, MAK Inv.nr. OR 3925-2803
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https://sammlung.mak.at/de/collect/muster-mit-gegenstaenden-kibutsu-monyo-器物文様-flaechenmuster-waritsuke-monyo-割付文様-pflanzenmuster-shokubutsu-monyo-植_333648
Letzte Aktualisierung
- 24.09.2026